Viviane Sassen.
In and Out of Fashion

17. Mai – 17. August 2014

 
Viviane Sassen, Nest

Foto: Viviane Sassen, »Nest«, 2010

Viviane Sassen, IN BLOOM

Foto: Viviane Sassen, »In bloom« für Dazed & Confused Magazin, 2011

Viviane Sassen, Untitled

Foto: Viviane Sassen, »Untitled #02 (Anna)« aus der Serie Foreplay, 2011

Mit ihrem sehr persönlichen und provokativen Stil ist die niederländische Fotografin Viviane Sassen eine der spannendsten Figuren in der zeitgenössischen Modefotografie. Das Fotografie Forum Frankfurt stellt erstmals in Deutschland in der Überblicksausstellung »In and Out of Fashion« Viviane Sassens Modefotografien der letzten 18 Jahre aus. Ihr eigenständiges Werk als freie Fotografin mit ihren surrealen, farbenfrohen Fotografien aus Afrika wurde 2007 mit dem Prix de Rome ausgezeichnet. 2011 wurde sie mit dem International Center of Photography (ICP) Infinity Award in New York ausgezeichnet. Bei der 55. Biennale von Venedig 2013 waren ihre Fotografien im Palazzo Encyclopedic ausgestellt.

In den letzten 18 Jahren hat Viviane Sassen eine emotionale und intensive Bildsprache entwickelt, die sich von der heute weitgehend kommerziell ausgerichteten einförmigen Modefotografie abhebt. Modefotografie ist für Sassen wie ein Spielplatz, an dem sie schnell und intuitiv arbeiten kann und die Vorteile eines professionellen Teams nutzt, um unbeschwert experimentieren zu können. Frühe Serien für Magazine, wie Purple, Lila, Re-Magazine und Dazed & Confused entstanden zum Teil in enger Zusammenarbeit mit der Fotografin Emmeline de Mooij. Mit ihr produzierte Sassen auch die Serie Nudes. Zudem werden auch Bilder aus der schon legendären Serie gezeigt, die Sassen 2002 für das Magazin Kutt machte.

In einer raumgreifenden Installation sind neue Arbeiten und alte Klassiker zu sehen, darunter eine Auswahl von mehr als 300 Fotografien, die für Werbekampagnen der Marken Carven, M-Missoni, Stella McCartney/Adidas und Levi’s sowie für Magazine Pop, Wallpaper, Numéro, AnOther Magazine, Purple, und Dazed & Confused aufgenommen wurden. Diese Arbeiten spiegeln den spannenden, experimentellen, kreativen und modernen Charakter der zeitgenössischen Mode wider. In diesen Serien entwickelt Sassen ihre Bildsprache ungehindert weiter.

In Anlehnung an den Kubismus, Surrealismus und Minimalismus schneidet Sassen die Gliedmaßen ihrer Modelle aus und setzt sie in den Hintergrund, fügt Farbflächen in ihre Bilder ein, um die Fantasie des Betrachters anzuregen, oder dreht ihre Bilder soweit bis sie von den Zwängen der Schwerkraft befreit zu sein scheinen. Zu der Serie Foreplay gehören Bilder, die sie kurz vor oder kurz nach einem Shooting aufgenommen hat und ihren fotografischen Prozess dokumentieren. Die Arbeiten sind durch eine außergewöhnlich schöne Abstraktion gekennzeichnet und zählen zu den faszinierendsten in Viviane Sassens Werk.

Sassen arbeitet mit natürlichen Mitteln, wie helles Sonnenlicht, Schatten, Spiegel und Reflexion, ihre Bilder sind aber auch durch Farben, Formen und Texturen gekennzeichnet. Ihr unverwechselbarer Stil gepaart mit ihrem spontanen, nicht-kommerziellen und individuellen Ansatz hat dazu geführt, dass ihre Modefotografien weit über die üblichen Grenzen des Genres hinausgehen. Die Modebranche bietet ihr den Raum für Experimente, eine Fundgrube für Materialien, mit der sie ihre eigene Bildsprache entwickelt hat.

Parallel zur Ausstellung ist die im Prestel Verlag erschienene Monografie »Viviane Sassen: In and Out of Fashion« erhältlich. Das Hardcover-Buch hat 260 Seiten, 250 Farbabbildungen, und einen chronologischen Überblick über fast alle Mode-Serien von Viviane Sassen. Der Bildband kann für 49,95 EUR während der Ausstellung erworben werden.

Diese Ausstellung ist eine Zusammenarbeit mit dem Studio Viviane Sassen und dem Huis Marseille Museum voor Fotografie, Amsterdam.
www.vivianesassen.com | www.huismarseille.nl

Begleitprogramm

Samstag, 17.05.2014, 14 Uhr
Vortrag »About the Art of Viviane Sassen’s Fashion Photography«
Nanda van den Berg, Chefkuratorin Huis Marseille Museum voor Fotografie, Amsterdam

Samstag, 17.05.2014, 18 Uhr
Vortrag »Was bedeutet eine Sammlung für ein Museum und wie sammeln wir«
Els Barents, Direktorin Huis Marseille Museum voor Fotografie, Amsterdam

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