Gespräch

JESSICA BACKHAUS & 
SOPHIE-CHARLOTTE OPITZ

Freitag, 17.04.2026, 18 Uhr

Ort: Fotografie Forum Frankfurt



Eintritt 

5 EUR, ermäßigt 3 EUR, Mitglieder des FFF und Studenten mit gültigem Ausweis haben freien Eintritt. 

Sprache: Deutsch
Dauer: ca. 1 Stunde

Die Künstlerin Jessica Backhaus spricht zum Anlass ihrer Einzelausstellung »Shadows might Dance« (im FFF zu sehen bis 26.04.2026) mit der Medienwissenschaftlerin und freien Kuratorin Prof. Dr. Sophie-Charlotte Opitz über ihre Arbeiten, ihren Werdegang und zukünftige Projekte.


Im Zentrum des Gesprächs steht Backhaus’ künstlerischer Ansatz im Spannungsfeld von Intuition und Zufall, Individuellem und Universellem sowie Flüchtigkeit und Statik. Darüber hinaus wird die Fotografie als Medium reflektiert – insbesondere die Frage, inwiefern ihr inhärentes Lückenhaftes eine produktive Möglichkeit für die künstlerische Praxis eröffnet.


Neben Backhaus’ Trilogie werden auch frühere Werkphasen thematisiert: prägende Einflüsse, die Bedeutung von Farbe und Erinnerung in ihrem Schaffen sowie die Frage, wohin ihr künstlerischer Weg sie künftig führen wird.


Das Gespräch findet auf Deutsch statt.

Jessica Backhaus’ (*1970, D/USA) Arbeiten stehen in der Tradition der klassischen Dokumentarfotografie. Ihr Werk zeichnet sich durch ein faszinierendes Wechselspiel zwischen Wirklichkeitsdarstellung und rätselhafter Abstraktion aus. Sie stammt aus einer Künstlerfamilie. Im Alter von sechzehn Jahren zog Backhaus nach Paris, wo sie später Fotografie und visuelle Kommunikation studierte. 1992 lernte sie dort Gisèle Freund kennen, die zu ihrer Mentorin wurde.

Von 1995 bis 2009 lebte sie in New York, wo sie als Assistentin für Fotograf*innen arbeitete und eigene Projekte verfolgte.

Heute lebt Jessica Backhaus in Berlin und gilt als eine der profiliertesten Stimmen der zeitgenössischen Fotografie in Deutschland. Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt. Sie veröffentlichte viele Monografien, darunter Jesus and the Cherries (2005), What Still Remains (2008), One Day in November (2008), Once, Still and Forever (2012), Six Degrees of Freedom(2015), A TRILOGY (2017), Cut Outs (2021), Plein Soleil (2024), und Indications of the Sea (2024).

Backhaus’ Fotografien befinden sich in nationalen und internationalen Museums- und Privatsammlungen, darunter die Art Collection Deutsche Börse sowie das Museum of Fine Arts, Houston, USA.

Sie wird vertreten von Robert Morat Galerie, Berlin; Galerie Anja Knoess, Köln; Petra Becker/ International Art Bridge, Meggen; Carlos Carvalho Arte Contemporanea, Lissabon; MiCamera, Mailand; Bridgette Mayer Gallery, Philadelphia; Robert Klein Gallery, Boston und Wouter van Leeuwen Gallery, Amsterdam.


JESSICABACKHAUS (Webseite)


Sophie-Charlotte Opitz (*1987, D) ist Kuratorin und Professorin für Medienwissenschaften an der Fachhochschule Dortmund. Nach ihrem Studienabschluss in Philosophie und Kunstpädagogik und der Promotion zu Kriegs- und Konfliktfotografie erhielt sie diverse Forschungs- und Kurationsstipendien, unter anderem von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung und dem Villa Aurora & Thomas Mann House e.V. Sie publiziert regelmäßig in wissenschaftlichen Veröffentlichungen, Kunstbüchern und Tageszeitungen, insbesondere zu Aspekten medialer Erinnerungskulturen, visueller Proteststrategien und Bildpolitiken.


SOPHIE-CHARLOTTE OPITZ (WEBSEITE)

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