VORTRAG

MAX PINCKERS
»SPECULATION AND COLLABORATION: DOCUMENTARY PRACTICE BETWEEN TRUTH AND FICTION«

Freitag, 25.09.2026, 18 Uhr

Ort: Fotografie Forum Frankfurt



Eintritt 

5 EUR, ermäßigt 3 EUR, Mitglieder des FFF und Studenten mit gültigem Ausweis haben freien Eintritt. 

Der preisgekrönte belgische Künstler und Fotograf Max Pinckers ist bekannt für seine konzeptuelle und forschungsbasierte Arbeitsweise. In seinem Vortrag spricht er über seine eigene künstlerische Praxis im Verhältnis zur Dokumentarfotografie.


Pinckers hinterfragt die konventionellen Grenzen davon, wie Wahrheit, Fiktion und Autor*innenschaft innerhalb der Fotografie funktionieren. Er versteht das Dokumentarische sowohl als kritische Reflexion über das Medium Fotografie selbst als auch als eine Art, sich mit der Realität auseinanderzusetzen, um sie zu verstehen und mit ihr zu kommunizieren.


Wie kann dokumentarische Arbeit gesellschaftliches Engagement ausdrücken und gleichzeitig ihre eigenen Grenzen und blinden Flecken anerkennen? Wie lässt sich in einer hyper-individualisierten und verwirrenden Ära von Post-Truth und Fake News, in der es keinen Konsens mehr darüber gibt, was real ist, ein gemeinsames Verständnis genau davon herstellen?


Der Vortrag findet auf Englisch statt.

Max Pinckers (*1988, Belgien) wuchs in Indonesien, Indien, Australien und Singapur auf und lebt heute in Brüssel, seinem Geburtsort. In seiner Arbeit hinterfragt er die Konventionen dokumentarischer Fotografie, indem er Theatralität, Performativität und Kollaboration innerhalb dokumentarischer und fotojournalistischer Kontexte untersucht. Diese Ansätze werden durch den bewussten Einsatz filmischer Lichtführung und Inszenierung im dokumentarischen Bild sichtbar.

Für Pinckers ist Fotografie ein spekulativer Akt, der über die bloße Darstellung äußerer Wirklichkeiten hinausgeht. Sein Verständnis von Realität und Wahrheit ist plural und wandelbar und offen für unterschiedliche Formen der Artikulation. 

Seine Arbeiten manifestieren sich in selbstpublizierten Künstlerbüchern und Ausstellungsinstallationen wie The Fourth Wall (2012), Will They Sing Like Raindrops or Leave Me Thirsty (2014), Margins of Excess (2018), Red Ink (2018) und State of Emergency (2024). Zu den zahlreichen internationalen Auszeichnungen, die Max Pinckers erhalten hat, zählen der Edward Steichen Award Luxembourg (2015) und der Leica Oskar Barnack Award (2018). Er hatte Einzelausstellungen u. a. im FOMU Antwerpen, im Palazzo Madama in Turin, bei Belfast Exposed und im BOZAR in Brüssel und nahm seit 2008 an über 130 Gruppenausstellungen teil.

Max Pinckers ist Mitbegründer des unabhängigen Verlags Lyre Press sowie von The School of Speculative Documentary. Er ist Doktor der Künste und Gastdozent an der School of Arts / KASK in Gent. Er wird von der Galerie Sofie Van de Velde (Antwerpen) und Tristan Lund (London) vertreten.


MAX PINCKERS (WEBSEITE)

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