Workshop

FRANCESCA HUMMLER
»ACHTSAMES SELBSTPORTRÄT: OBJEKTE, ARCHIVE UND IDENTITÄT«

Samstag/Sonntag,

08./09.05.2026, 10–17 Uhr




Workshop-Inhalte

Selbstporträt, Archiv, Familiengeschichte, Erinnerung, Achtsamkeit, achtsame Fotografie, Selbstausdruck, Storytelling, Identität


Workshop-Ablauf

Samstag, 09.05.2026

Vormittags:

  • Einführung in die achtsame Fotografie und das Selbstporträt als Praxis der Reflexion (mit Bezug auf Jo Spence, Rosy Martin und Marianne Hirsch)
  • Vorstellung der von den Teilnehmenden mitgebrachten Materialien

Nachmittags:

  • Übung: skizzieren persönlicher Geschichten und Entwicklung erster Konzepte für die Selbstporträts


Sonntag, 10.05.2026

Vormittags:

  • Praktische fotografische Übungen mit individueller Betreuung und Feedback

Nachmittags:

  • Bildauswahl (Editing) und gemeinsame Abschlussbesprechung

Vorbereitung

Bitte bringen Sie eine kleine Auswahl persönlicher Materialien mit, die Ihre fotografische Arbeit inspirieren können. Dazu gehören beispielsweise bedeutungsvolle Gegenstände, Kleidung oder Kostüme sowie Fotografien aus Familienalben oder persönlichen Archiven. Diese Materialien dienen als Ausgangspunkt für Gespräche und für die Entwicklung von Selbstporträt-Übungen im Workshop. Vorkenntnisse im Bereich Selbstporträt sind nicht erforderlich.


Ausrüstung

Kamera oder Smartphone, Laptop oder Tablet zur Sichtung und Bearbeitung der Bilder, ein einfaches Stativ (falls vorhanden)


Ort

Fotografie Forum Frankfurt

Braubachstraße 30–32, 60311 Frankfurt

Sprache: Deutsch und Englisch
Preis FFF-Mitglieder: 350 €
Preis Nicht-Mitglieder: 450 €
Gruppengröße: Min. 8 / Max. 10 Personen
Anmeldeschluss: 28.04.2026
Dauer: 2 Tage

Dieser Workshop untersucht das Selbstporträt als eine reflexive fotografische Praxis, die in Achtsamkeit und der eigenen Lebensgeschichte verankert ist. Die Teilnehmenden nutzen die Kamera als Werkzeug der Beobachtung, Präsenz und Selbstbefragung, und weniger um sich auf technische Perfektion zu konzentrieren. Durch angeleitete Übungen, Diskussionen und praktische Bildarbeit lädt der Workshop dazu ein, Fotografie als einen Prozess des nach innen und außen gerichteten Sehens zu erfahren.


Der Ansatz ist inspiriert von Künstlerinnen und Wissenschaftlerinnen wie Jo Spence und Rosy Martin, deren Arbeit im Bereich von Co-Counselling und Fototherapie zeigte, wie Fotografie zur Erforschung von Identität, Erinnerung und gelebter Erfahrung eingesetzt werden kann. Zudem bezieht sich der Workshop auf Marianne Hirschs Konzept des Familienarchivs, das untersucht, wie Fotografien die Erzählung von Familiengeschichten über Generationen hinweg prägen. Auch wenn der Workshop keinen therapeutischen Rahmen darstellt, ist er von diesen Ansätzen inspiriert und fördert eine achtsame und reflektierte Bildpraxis.


Die Teilnehmenden erproben das Selbstporträt als eine Form visuellen Denkens und arbeiten dabei mit persönlichen Objekten, Kleidung oder Fotografien aus Familienalben. Durch Übungen wie das skizzieren persönlicher Geschichten und das Inszenieren fotografischer Selbstporträts entwickeln sie Bildserien, die persönliche Themen, Erinnerungen und Beziehungen reflektieren.


Der Workshop eröffnet einen Zugang zur Fotografie als Mittel der Reflexion, des Erzählens und des Selbstausdrucks.

Francesca Hummler (*1997) ist eine deutsch-amerikanische Künstlerin, Vermittlerin und Kuratorin mit dem Schwerpunkt Fotografie. Sie lebt in San Diego, Kalifornien und hat Media Arts (B.A.) und Biochemie (B.S.) an der University of California San Diego studiert. Sie schloss 2022 ihr Masterstudium in Fotografie am Royal College of Art in London mit Auszeichnung ab. In ihrer Abschlussarbeit untersuchte sie amerikanische Identität im Kontext fotografischer Heilungsprozesse.

In ihrer künstlerischen Praxis beschäftigt sie sich mit Identität, Familienarchiven und Generationen übergreifenden Erinnerungen, geprägt durch ihre Erfahrung als Tochter deutscher Einwanderer in den USA. Beeinflusst von den Ansätzen der Fototherapie, wie sie von Künstlerinnen wie Jo Spence und Rosy Martin entwickelt wurden, arbeitet sie häufig mit Selbstporträts und kollaborativen Porträts, um persönliche Geschichten und Fragen von Zugehörigkeit zu erforschen.

Ihre Arbeiten wurden international ausgestellt, unter anderem bei Paris Photo, im Photo Elysée in Lausanne, bei Les Photaumnales sowie in der HANGAR Gallery. 2022 erhielt sie den Nachwuchspreis des Vonovia Award für Fotografie, und ihre Werke befinden sich unter anderem in der Sammlung des Odunpazarı Modern Museum, Türkei.

FRANCESCA HUMMLER (Webseite)

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    Workshop-Stipendien für Studierende mit freundlicher Unterstützung der Heinz und Gisela Friederichs Stiftung.

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