Galeriegespräch

»RECOMMENDED«

mit den Stipendiaten Tobias Kruse, Karla Hiraldo Voleau und Mika Sperling sowie mit Celina Lunsford, Kuratorin und recommended-Mentorin

Samstag, 19.09.2018, 15 Uhr

Ort: Fotografie Forum Frankfurt


Eintritt 

5 EUR, ermäßigt 3 EUR, Mitglieder des FFF und Studenten mit gültigem Ausweis haben freien Eintritt.

Karla Hiraldo Voleau, Mika Sperling und Tobias Kruse, Stipendiatinnen und Stipendiat des zweiten recommended Olympus Fellowship, stellen im Gespräch mit Celina Lunsford ihre Werke, die verschiedenen Arbeitsphasen und die besondere Mentoren-Begleitung des Stipendiums vor.


Das Gespräch findet in deutscher und englischer Sprache statt. 

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Tobias Kruse, 1979 in Mecklenburg geboren und in Schwerin aufgewachsen, widmet sich in seinem fotografischen Projekt Deponie Befindlichkeiten, die heute noch Angst, Wut und Aggression in der ostdeutschen Gesellschaft auslösen und die ihn an seine Jugend in den 1990er Jahren nach dem Mauerfall erinnern. Für seine Aufnahmen von Landschaften und Porträts an 25 Orten in Ostdeutschland arbeitet er erstmalig in schwarz-weiß, um Gegenwart und Vergangenheit zu »überblenden«.


Tobias Kruse (Webseite)



Karla Hiraldo Voleau, 1992 in der dominikanischen Republik geboren und in Frankreich aufgewachsen, zeigt in ihrer Arbeit I Have Nothing to Tell You ihren Austausch mit jungen Japanerinnen und Japanern über persönliche Geheimnisse und Erfahrungen in der Liebe. Neuartige Angebote zu unterschiedlichsten Diensten in Sachen Liebe und Verbundenheit für Frauen in Japan hatten die Künstlerin neugierig gemacht auf die dortige Datingkultur. Die großen kulturellen Unterschiede, besonders in Bezug auf Liebe, ihre eigene Liebesgeschichte und aktuelle Emotionen hat Hiraldo Voleau ebenfalls in ihrem Projekt verarbeitet.


Karla Hiraldo Voleau (Webseite)



Mika Sperling, 1990 in Norilsk in Russland geboren und ab ihrem dritten Lebensjahr in Deutschland aufgewachsen, lebt heute in Hamburg. Sie studierte u.a. in den USA, wo auch ihre inzwischen zweijährige Tochter geboren wurde. In ihrer Arbeit Mother Tongue reflektiert die Künstlerin den Einfluss multikultureller Herkunft auf die zwischenmenschlichen Beziehungen, insbesondere innerhalb einer Familie. Im Fokus ihres recommended-Projekts steht Sperlings Beziehung zu ihrer vietnamesischen Schwiegermutter, die ebenfalls in Deutschland lebt. Ein besonderes Augenmerk richtet die Künstlerin auf die Kommunikation im familiären Miteinander – und zwischen den drei Frauengenerationen Schwiegermutter, Schwiegertochter und Enkeltochter.


Mika Sperling (Webseite)



Das Stipendium recommended wurde 2017 zur Förderung aufstrebender künstlerischer Fotografinnen und Fotografen von Olympus zusammen mit dem Haus der Photographie/Deichtorhallen Hamburg, dem Foam Fotografiemuseum Amsterdam und dem Fotografie Forum Frankfurt ins Leben gerufen. 2019 ging das Stipendium in die zweite Runde; ab 2020 werden die aktuellen Stipendiumsprojekte in Ausstellungen der Öffentlichkeit präsentiert. Die recommended-Stipendiatinnen und Stipendiaten werden von den Kuratoren der drei Häuser vorgeschlagen und einstimmig von ihnen ausgewählt. Jeder der drei Fotokuratorinnen und -kuratoren begleitet einen Stipendiaten als künstlerischer Mentor über die gesamte Stipendiumsdauer. Olympus unterstützt die Stipendiaten finanziell und durch Kamera-Equipment. Ziel des Stipendiums ist es, die von den Kuratoren als bemerkenswert erachteten Künstler an einem entscheidenden Punkt ihrer Karriere wirksam zu unterstützen.


recommended (Webseite)

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