Laufzeit: 09.05. – 30.08.2026
Eröffnung: Freitag, 08.05.2026, 19 Uhr
RAHMENPROGRAMM (AUSWAHL)
SA, 19.09.2026, 15 Uhr
GALERIEGESPRÄCH mit TONY RIZZI und CELINA LUNSFORD, ANDREA HORVAY
SA/SO, 31.10../01.11.2026, 10–14 Uhr WORKSHOP »STAGING MOVEMENT, STAGING EXPRESSION: GESTURES, BODY LANGUAGE, MOVING IN FRONT OF THE CAMERA«
mit TONY RIZZI
DI, 29.09.2026, 15 Uhr
KURATORINNENFÜHRUNG mit CELINA LUNSFORD
Mittwochs, 17 Uhr
ÖFFENTLICHE FÜHRUNGEN
»Now I begin my life in Frankfurt. I really like it here and feel like I should be here. I feel a protective person by me at all times…strange. WORK HARD, DON'T LIE AND TRY NOT TO HURT ANYBODY.« Auszug aus Tony Rizzi’s Tagebuch (7. September 1985)
Dieses Zitat rahmt die bislang umfangreichste Ausstellung des renommierten US-amerikanischen Tänzers, Choreografen und Fotografen Tony Rizzi, der seit 40 Jahren in Frankfurt lebt und arbeitet.

Seit Mitte der 1980er Jahre dokumentiert der amerikanische Tänzer, Choreograf und Fotograf Tony Rizzi Menschen, Begegnungen und Performances.
Mit Polaroids, Schwarz-Weiß-Fotografien des Forsythe Ballett Frankfurt, Foto-Collagen, Videos und Installationen bietet die Ausstellung einen umfassenden Einblick in sein visuelles Schaffen. Mit einem besonderen Blick auf queere Kultur und Gemeinschaften jenseits des Mainstreams halten die Arbeiten flüchtige Momente von Schönheit, Begehren und Zugehörigkeit fest. Dabei verhandeln sie Themen wie Identität, Körperlichkeit, Sexualität und Beziehungen.
Kuratiert von Prof. Celina Lunsford, künstlerische Leiterin des FFF, vereint die Schau erstmals die ganze Vielfalt seines fotografischen Werkes und eröffnet einen immersiven Zugang zu Rizzis Universum.
Ein neues Buch mit dem Titel der Ausstellung wird veröffentlicht und wird im Fotografie Forum Frankfurt erhältlich sein.
Tony Rizzi, geboren 1965 in Dedham nahe Boston, erhielt seine Ausbildung an der Boston Ballet School, u. a. unter den legendären New York City Ballet-Tänzer*innen Violette Verdy und Bruce Wells. 1985 kam er nach Frankfurt, wo er bis 2003 als Tänzer und künstlerischer Assistent beim Ballett Frankfurt unter der künstlerischen Leitung von William Forsythe wirkte. Parallel entwickelte er ein eigenständiges choreografisches Werk: 1995 schuf er gemeinsam mit Forsythe und Dana Caspersen »Firstext« für das Royal Ballet London; weitere Choreografien entstanden u. a. für das Bayerische Staatsballett und das Gärtnerplatz Tanztheater München. Von 1999 bis 2023 war er als Hauptdarsteller in zahlreichen Produktionen von Troubleyn / Jan Fabre tätig, darunter die 24-stündige Performance »Mount Olympus«. 2012 spielte er die junge Marina Abramović in Robert Wilsons »The Life and Death of Marina Abramović« auf internationaler Tournee. Mit seiner eigenen Compagnie ›Tony Rizzi and the Bad Habits‹ entwickelt er seit 2000 eigene Tanzproduktionen, die regelmäßig am Mousonturm Frankfurt und am Gallus Theater uraufgeführt werden. Internationale Tourneen führten ihn u. a. nach Montreal, Wien, Tokio, New York und Oslo.
Seit Ende der 1980er Jahre ist Rizzi als Fotokünstler tätig. Seine Werke wurden u. a. im Frankfurter Kunstverein, in der Oper Frankfurt, im Mousonturm, im Kunstverein Hamburg, Platform Sarai, Frankfurt am Main, im MUMOK Wien, und im Mori Art Museum Tokio gezeigt und sind international in Sammlungen vertreten.