Workshop

TONY RIZZI
»THE MOVEMENT IN OURSELVES AND OTHERS: GESTURES, BODY LANGUAGE, AND MOVING IN FRONT OF THE CAMERA«

Samstag/Sonntag,

31./01.11.2026, 10–17 Uhr



Inhalte

Fotografie, Porträt, Bewegung, Performance, Körpersprache, Gestik, Körperhaltung, Beobachtung, Tanz, Rhythmus, Ausdruck


Workshop-Ablauf

31. Oktober, 10–14 Uhr: Der Körper in Bewegung

Der erste Tag konzentriert sich auf den Körper als Quelle von Ausdruck, Bewegung und fotografischen Möglichkeiten. Tony führt anhand von Beispielen in die Themen Gestik, Körperhaltung und Körpersprache ein und zeigt, wie subtile körperliche Entscheidungen die emotionale und visuelle Wirkung eines Fotos beeinflussen können. Daran schließen sich bewegungs- und fotobasierte Übungen an. In interaktiven Fotosessions steht Tony selbst als Model zur Verfügung. Die Teilnehmer:innen können dabei die im Workshop erarbeiteten Ideen unmittelbar anwenden und ihn in Bewegung fotografieren.


01. November, 10–14 Uhr: Ausdruck und Verbindung

Der zweite Tag beginnt mit einer Wiederaufnahme ausgewählter Bewegungs- und Improvisationsübungen des ersten Tages. Diesmal werden behutsame Formen von Kontakt und Interaktion zwischen den Teilnehmer:innen einbezogen. Dadurch soll das Bewusstsein für Beziehungen, Nähe und die subtilen Möglichkeiten geschärft werden, mit denen Menschen sich durch Bewegung und körperliche Präsenz gegenseitig beeinflussen.

Anschließend werden die Fotografien des ersten Tages gemeinsam betrachtet und besprochen. Aufbauend auf den dabei gewonnenen Beobachtungen arbeiten die Teilnehmer:innen in Paaren und kleinen Gruppen erneut miteinander und fotografieren sich gegenseitig. Dabei verschiebt sich der Fokus vom gesamten Körper hin zu Gesichtsausdruck, Porträt und der nuancierten Vermittlung von Emotionen. Der Workshop endet mit einer gemeinsamen Bildbesprechung und Diskussion. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Bewegung, Beobachtung und Zusammenarbeit die fotografische Praxis vertiefen und neue Formen des Sehens ermöglichen können.


Vorbereitung

Für den Workshop ist keine besondere Vorbereitung erforderlich.

Wer sich vorab inspirieren lassen möchte, dem empfiehlt Tony Rizzi, einige Tanzfilme anzusehen. Im Anschluss an die Anmeldung bekommen die Teilnehmenden eine Liste an vorgeschlagenen Arbeiten, die auf eindrucksvolle Weise zeigen, wie aus einer einfachen Geste etwas anderes, Unerwartetes entstehen kann.


Ausrüstung

Kamera, Laptop, bequeme, lockere Kleidung, in der man sich gut bewegen kann und ein Handtuch für den Fall, dass es schweißtreibend wird.


Ort

Fotografie Forum Frankfurt

Braubachstraße 30–32

60311 Frankfurt

Sprache: Deutsch
Preis FFF-Mitglieder: 150 EUR
Preis Nicht-Mitglieder: 200 EUR
Gruppengröße: Min. 8 / max. 10
Anmeldeschluss: 22.10.2026
Dauer: 2 halbe Tage
Der renommierte Tänzer, Choreograf, Schauspieler und Fotograf Tony Rizzi untersucht, wie Bewegung – sowohl körperlich als auch angedeutet – die fotografische Praxis erweitern kann. Ausgehend von seinem Hintergrund im Tanz und seiner Arbeit mit Collagen begreift Rizzi den Körper als dynamische Quelle von Rhythmus, Ausdruck und Erzählung. Im Mittelpunkt des Workshops steht das Fotografieren von Menschen. Er richtet sich insbesondere an Fotograf:innen, Tänzer:innen, Schauspieler:innen, Models, Coaches, Künstler:innen, Influencer:innen – und an alle, die sich für Körpersprache, Verhalten und die Art und Weise interessieren, wie Menschen mit ihrer Umgebung interagieren. Die Teilnehmer:innen arbeiten in bewegungsorientierten Übungen, die auf improvisatorischen Methoden basieren, die Tony Rizzi gemeinsam mit William Forsythe und Kolleg:innen am Ballett Frankfurt entwickelt hat. Dabei wird keineswegs vorausgesetzt, dass die Teilnehmer:innen sich professionell bewegen oder tanzen können. Durch Beobachtung und praktische Übungen geht es vielmehr darum, zu erfahren, wie Körperhaltung, Gestik und kleinste Veränderungen der Körpersprache die emotionale und visuelle Wirkung eines fotografischen Bildes beeinflussen. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei dem Beobachten von Verhalten, Gesichtsausdruck, Gestik und körperlicher Präsenz. Indem die Teilnehmer:innen ihre eigenen Bewegungsmuster und körperlichen Gewohnheiten bewusster wahrnehmen, schärfen sie zugleich ihre Fähigkeit, andere zu beobachten, bedeutungsvolle Momente zu erkennen und ausdrucksstärkere fotografische Bilder zu schaffen.

Tony Rizzi (*1965 als Anthony James Rizzi in Dedham, Massachusetts) ist ein italienisch-amerikanischer Choreograf, Performer und bildender Künstler. Er erhielt seine Ausbildung an der Boston Ballet School, u. a. unter den legendären New York City Ballet-Tänzer*innen Violette Verdy und Bruce Wells. 1985 kam er nach Frankfurt, wo er bis 2003 als Tänzer und künstlerischer Assistent beim Ballett Frankfurt unter der künstlerischen Leitung von William Forsythe wirkte. Parallel entwickelte er ein eigenständiges choreografisches Werk: 1995 schuf er gemeinsam mit Forsythe und Dana Caspersen »Firstext« für das Royal Ballet London; weitere Choreografien entstanden u. a. für das Bayerische Staatsballett und das Gärtnerplatz Tanztheater München. Von 1999 bis 2023 war er als Hauptdarsteller in zahlreichen Produktionen von Troubleyn / Jan Fabre tätig, darunter die 24-stündige Performance »Mount Olympus«. 2012 spielte er die junge Marina Abramović in Robert Wilsons »The Life and Death of Marina Abramović« auf internationaler Tournee. Mit seiner eigenen Compagnie ›Tony Rizzi and the Bad Habits‹ entwickelt er seit 2000 eigene Tanzproduktionen, die regelmäßig am Mousonturm Frankfurt und am Gallus Theater uraufgeführt werden. Durch seine eigene Kompanie schafft er weiterhin Performances, die Bewegung, Fotografie, Film, Collage, Text, Humor und gesellschaftliche Kommentare miteinander verbinden. Internationale Tourneen führten ihn u. a. nach Montreal, Wien, Tokio, New York und Oslo. Seit Ende der 1980er Jahre ist Rizzi als Fotokünstler tätig. Seine Werke wurden u. a. im Frankfurter Kunstverein, in der Oper Frankfurt, im Mousonturm, im Kunstverein Hamburg, Platform Sarai, Frankfurt am Main, im MUMOK Wien, und im Mori Art Museum Tokio gezeigt und sind international in Sammlungen vertreten.

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