Hidhir Badaruddin

*1995 SG, lebt in London (Vereinigtes Königreich)

Ausgestellte Werke:

Mazri & Erwin, 2020

Isaac, 2020 

Jun, 2020

aus der Serie »Younglawa« 


»Ich bin in Singapur aufgewachsen und hatte oft das Gefühl, den gesellschaftlichen Erwartungen nicht zu entsprechen. Durch die Fotografie fand ich einen Weg, meine Identität zu erforschen und zum Ausdruck zu bringen, insbesondere als queerer asiatischer Mann. In meinen Arbeiten beschäftige ich mich mit Themen wie Repräsentation, kultureller Identität und Fluidität von Männlichkeit. Dabei liegt mein Fokus darauf, asiatische Männlichkeit jenseits der üblichen Stereotypen von Passivität oder Unsichtbarkeit neu zu definieren. 

Es fasziniert mich, Momente der Jugend, Zärtlichkeit und ruhigen Stärke einzufangen – Geschichten, die oft unsichtbar bleiben. Ich möchte die Vielfalt innerhalb meiner Communities hervorheben, sei es durch Zuschreibung von Herkunft und Zugehörigkeit, Ausdruck von Geschlecht oder persönliche Geschichte. 

In meiner Kindheit habe ich nur selten Bilder gesehen, die meine eigene Welt widerspiegelten. In meiner Arbeit möchte ich diese Lücken füllen, Individualität feiern und Raum für nuancierte Erzählungen schaffen. Ob durch Mode, Porträt- oder Dokumentarfotografie – ich möchte mit meiner Arbeit vorgefasste Meinungen hinterfragen und zu einer tieferen Auseinandersetzung mit Identität anregen. Indem ich die Geschichten und Menschen, die mich bewegen, sichtbar mache, hoffe ich, Reflexionen anzustoßen und unsere Wahrnehmung von Schönheit, Männlichkeit und Zugehörigkeit zu verändern.«

    Ausstellung

    GEN Z: SHAPING A NEW GAZE

    Laufzeit: 09.05.2026–30.08.2026

    Eine Generation, unzählige Perspek­tiven: Die Aus­stellung präsentiert Werke von über 40 Foto­graf*innen aus 25 Ländern, die über­wiegend der Genera­tion Z ange­hören und zwischen 1995 und 2010 geboren sind. Ihre Arbeiten erzählen von den Erfahrungen einer Generation, geprägt von digitalen Welten, gesell­schaft­lichen Umbrüchen und globalen Krisen. In vier Themen­bereichen eröffnet die Aus­stellung Einblicke in die Lebens­reali­täten, Sorgen und Sehnsüchte junger Menschen. Aspekte wie Identi­tät, Zuge­hörig­keit, Körper und Gender werden kreativ reflek­tiert, hinter­fragt und in neue Selbst­verständ­nisse überführt.

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