Sara Benabdallah

*1995 MA, lebt in Marrakesch (Marokko)

Ausgestellte Werke:

Oujdia 05 Moon, 2024

Labsa Lakbira, 2024

aus der Serie »Dry Land«


»Marokkanische Perspektiven sind in den Büchern und Kunstwerken, die unsere Geschichte erzählen, kaum vertreten, und es ist mir ein großes Anliegen, dies zu ändern. Ich möchte die Art und Weise, wie wir gesehen werden, hinterfragen und dazu beitragen, einen Raum zu schaffen, in dem unsere eigenen Stimmen und Erfahrungen im Mittelpunkt stehen.

Dry Land [Trockenes Land] ist eine Einladung, die Bedeutungsebenen der labsa lakbira, einem traditionellen Hochzeitskleid in Fes, zu überdenken und sich klarzumachen, wie dieses Kleidungsstück, das so tief in unserem Erbe verwurzelt ist, historisch gesehen eher durch fremde Augen als durch unsere eigenen betrachtet wurde. Damit möchte ich neue Einblicke in die Geschichten geben, die dieses Kleidungsstück erzählt – Geschichten, die oft ungesagt bleiben. 

In Dry Land untersuche ich die komplexe Verbindung zwischen der Ehe – einer in der marokkanischen Gesellschaft hoch angesehenen Institution – und der Rolle, die sie für das Leben von Frauen spielt. Die labsa lakbira, die in meiner Arbeit einen zentralen Platz einnimmt, ist nicht nur ein Stück Stoff. Sie ist ein Symbol für die Erwartungen, die an die Frauen gestellt werden, und spiegelt die Rollen wider, in die sie oft gedrängt werden. Was eigentlich ein festlicher Moment sein sollte, verwandelt sich zuweilen zu einem stillen Akt der Anpassung, bei dem das Gewicht der Tradition auf ihren Schultern lastet.«

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