Mahalia Taje Giotto

*1992 CH/IT, lebt in Lausanne (Schweiz)

Ausgestelltes Werk:

monster, 2023

aus der Serie »existential boner«


»Die Serie existential boner [Existentieller Ständer] ist eine persönliche Arbeit über Obsessionen in Bezug auf Körper, Identität und Sexualität. Ich bin und war schon immer eine trans* Person. Ich identifiziere mich als nicht-binär und begann im November 2020 mit einer geschlechtsangleichenden Hormontherapie. Ich beobachtete die Veränderungen, die ich durchlief, zwanghaft genau, um mir mein eigenes Selbst wieder zu eigen zu machen. Durch eine Zusammenstellung von Bildern und Texten, darunter Collagen, Graffiti, volkstümliche Fotografie, Studioaufnahmen, Schnappschüsse und Scans, entwickelte sich diese Arbeit parallel zu den Entwicklungen meines eigenen Körpers. Sie schlug eine Richtung ein, die die eindringlichen Gefühle, die in mir tobten, in den Fokus rückte, und erzählt letztendlich eine individuelle Geschichte, die aber für viele Menschen Repräsentation bedeutet – eine Repräsentation, die mir in meiner Kindheit gefehlt hat.

Angesichts der aktuellen politischen Lage möchte ich mich als trans* Person nicht verstecken. Und da ich das Glück habe, in der Schweiz zu leben, möchte ich die Gelegenheit nutzen, mich zu äußern, kreativ zu sein und zu repräsentieren, was immer ich kann, damit die Menschen nie vergessen, dass wir existieren (wir haben immer existiert und werden immer existieren).«

    Ausstellung

    GEN Z: SHAPING A NEW GAZE

    Laufzeit: 09.05.2026–30.08.2026

    Eine Generation, unzählige Perspek­tiven: Die Aus­stellung präsentiert Werke von über 40 Foto­graf*innen aus 25 Ländern, die über­wiegend der Genera­tion Z ange­hören und zwischen 1995 und 2010 geboren sind. Ihre Arbeiten erzählen von den Erfahrungen einer Generation, geprägt von digitalen Welten, gesell­schaft­lichen Umbrüchen und globalen Krisen. In vier Themen­bereichen eröffnet die Aus­stellung Einblicke in die Lebens­reali­täten, Sorgen und Sehnsüchte junger Menschen. Aspekte wie Identi­tät, Zuge­hörig­keit, Körper und Gender werden kreativ reflek­tiert, hinter­fragt und in neue Selbst­verständ­nisse überführt.

      Die Ausstellung »Gen Z: Shaping a New Gaze« wurde organisiert und produziert von Photo Elysée und unterstützt vom Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main, Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia, und Caparol.

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