Ausgestelltes Werk:
monster, 2023
aus der Serie »existential boner«
»Die Serie existential boner [Existentieller Ständer] ist eine persönliche Arbeit über Obsessionen in Bezug auf Körper, Identität und Sexualität. Ich bin und war schon immer eine trans* Person. Ich identifiziere mich als nicht-binär und begann im November 2020 mit einer geschlechtsangleichenden Hormontherapie. Ich beobachtete die Veränderungen, die ich durchlief, zwanghaft genau, um mir mein eigenes Selbst wieder zu eigen zu machen. Durch eine Zusammenstellung von Bildern und Texten, darunter Collagen, Graffiti, volkstümliche Fotografie, Studioaufnahmen, Schnappschüsse und Scans, entwickelte sich diese Arbeit parallel zu den Entwicklungen meines eigenen Körpers. Sie schlug eine Richtung ein, die die eindringlichen Gefühle, die in mir tobten, in den Fokus rückte, und erzählt letztendlich eine individuelle Geschichte, die aber für viele Menschen Repräsentation bedeutet – eine Repräsentation, die mir in meiner Kindheit gefehlt hat.
Angesichts der aktuellen politischen Lage möchte ich mich als trans* Person nicht verstecken. Und da ich das Glück habe, in der Schweiz zu leben, möchte ich die Gelegenheit nutzen, mich zu äußern, kreativ zu sein und zu repräsentieren, was immer ich kann, damit die Menschen nie vergessen, dass wir existieren (wir haben immer existiert und werden immer existieren).«