Lisa Karnadi

*1997 ID, lebt in Zürich (Schweiz)

Ausgestelltes Werk:

Homebeing, 2024

Video, 10‘56“ 


»Die Räume, die wir oft als selbstverständlich erachten, sind für unsere persönliche Entwicklung und unser Leben sehr prägend. Wenn uns unsere vertrauten und bewohnten Räume genommen werden, kann dies einen großen Verlust für einen Teil unseres Selbst bedeuten. Die Begriffe ›Heimat‹ und ›Zugehörigkeit‹ sind physisch wahrscheinlich nur schwer zu fassen, insbesondere für diejenigen mit Migrationserfahrung. 

Zugehörigkeit bedeutet meiner Meinung nach nicht nur die Verbundenheit mit Orten, die uns historisch geprägt haben, sondern auch mit einer Umgebung oder einer sozialen Gruppe, in der wir uns physisch und emotional sicher fühlen. Wir fühlen uns dort zu Hause, wo ein Gleichgewicht zwischen Identität und gesellschaftlichen Erwartungen besteht, sowohl an dem Ort, an dem wir leben, als auch innerhalb unserer Gemeinschaften. Dort, wo wir selbst sein können und die vielfältigen Werte anderer respektieren. 

Homebeing [Zuhause Sein] ist eine retrospektive Arbeit, mit der ich versuche, die Erinnerungen an das Haus meiner Kindheit in Indonesien zu bewahren – ein Haus, in dem zwei Generationen zusammenlebten und das bald nicht mehr existieren wird. Ich hoffe, dass sie die Betrachter*innen dazu einlädt, darüber nachzudenken, wie Wohnräume, ob in der Vergangenheit oder Gegenwart, unsere Geschichte, unsere Identität und unser Zugehörigkeitsgefühl prägen.«

Ausstellung

GEN Z: SHAPING A NEW GAZE

Laufzeit: 09.05.2026–30.08.2026


Eine Generation, unzählige Perspek­tiven: Die Aus­stellung präsentiert Werke von über 40 Foto­graf*innen aus 25 Ländern, die über­wiegend der Genera­tion Z ange­hören und zwischen 1995 und 2010 geboren sind. Ihre Arbeiten erzählen von den Erfahrungen einer Generation, geprägt von digitalen Welten, gesell­schaft­lichen Umbrüchen und globalen Krisen. In vier Themen­bereichen eröffnet die Aus­stellung Einblicke in die Lebens­reali­täten, Sorgen und Sehnsüchte junger Menschen. Aspekte wie Identi­tät, Zuge­hörig­keit, Körper und Gender werden kreativ reflek­tiert, hinter­fragt und in neue Selbst­verständ­nisse überführt.

    Die Ausstellung »Gen Z: Shaping a New Gaze« wurde organisiert und produziert von Photo Elysée und unterstützt vom Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main, Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia, und Caparol.

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