Alice Pallot

*1995 FR, lebt in Paris (Frankreich) und Brüssel (Belgien)

Ausgestellte Werke:

Vue microscopique, cyanobactérie phormidium autumnale, CNRS Occitanie Ouest, France, 2022 

Bulle verte, Baie de Saint-Brieuc, France, 2022

Météorites rouges, Baie de Saint-Brieuc, France, 2024 

Marées vertes, Baie de Saint-Brieuc, France, 2022 

Pic solaire, Baie de Saint-Brieuc, France, 2024

Algues Maudites, Baie de Saint-Brieuc, France, 2022 

Visages verts, Baie de Saint-Brieuc France, 2022 


aus der Serie »Algues Maudites, Red Bloom«

Das Projekt wurde unterstützt von Résidence1+2 


»Mit meiner Fotografie thematisiere ich die Auswirkungen menschlicher Aktivitäten auf die Umwelt. Meine Bilder sind von der Science-Fiction-
Vorstellungswelt geprägt und decken Probleme auf, die sonst oft übersehen werden. Gemeinsam mit Wissenschaftler*innen und Umweltaktivist*innen führe ich spekulative Untersuchungen zu den von mir erforschten Gebieten durch und befasse mich mit der nahen Zukunft, indem ich die Materialität der Realität einfange. Mein Ziel ist es, eine nicht-anthropozentrische Perspektive einzunehmen, in der der Mensch nicht mehr im Mittelpunkt der Biosphäre steht. Die Wissenschaft liefert natürlich Geschichten, und diese mache ich mir durch die narrative Kraft der Fotografie zu eigen. Ich möchte eine Welt voller Möglichkeiten aufzeigen, die uns zum Handeln befähigt. 

Die Serie Algues maudites [Verfluchte Algen], die aus drei Kapiteln besteht, befasst sich mit der Ausbreitung von Grünalgen in den Küstengewässern der Bretagne. Diese Algen, die eine echte Bedrohung für Umwelt und Gesundheit darstellen, verursachen eine Mehrfachbelastung – optisch, olfaktorisch und toxisch. Ihre Vermehrung, die sowohl eine Folge der Erderwärmung als auch der Einträge aus der intensiven Landwirtschaft ist, verwandelt die Landschaften in Gebiete, die ohne jedes organische Leben sind und wie erstarrt wirken.

Mit dieser Arbeit möchte ich das Publikum mit der Zerbrechlichkeit und Unvorhersehbarkeit der Natur konfrontieren, die unter enormen Druck steht, und gleichzeitig auf den allmählichen Zusammenbruch der biologischen Vielfalt und ihrer Ökosysteme aufmerksam machen. Algues maudites hinterfragt auch die zukünftige Bewohnbarkeit der Erde, indem es widerstandsfähige Lebensformen beleuchtet, die in einer anoxischen Umgebung – also in einer Umgebung ohne Sauerstoff – überleben können.«

Ausstellung

GEN Z: SHAPING A NEW GAZE

Laufzeit: 09.05.2026–30.08.2026


Eine Generation, unzählige Perspek­tiven: Die Aus­stellung präsentiert Werke von über 40 Foto­graf*innen aus 25 Ländern, die über­wiegend der Genera­tion Z ange­hören und zwischen 1995 und 2010 geboren sind. Ihre Arbeiten erzählen von den Erfahrungen einer Generation, geprägt von digitalen Welten, gesell­schaft­lichen Umbrüchen und globalen Krisen. In vier Themen­bereichen eröffnet die Aus­stellung Einblicke in die Lebens­reali­täten, Sorgen und Sehnsüchte junger Menschen. Aspekte wie Identi­tät, Zuge­hörig­keit, Körper und Gender werden kreativ reflek­tiert, hinter­fragt und in neue Selbst­verständ­nisse überführt.

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