Suwa Shin

*2000 KR, lebt in Seongnam (Südkorea)

Ausgestellte Werke:

Asking Woman, 2024

Waiting Woman, 2024

Last Shower, 2024

Third Flowered Neighbor, 2024

Second Shower, 2024

Eighth Shower, 2024

Third Shower, 2024


301-1, 2024

Jemandem zu schaden, der die Tat unterstützt hat, hmm … 
Verletzung der Privatsphäre, Einschränkung der Selbstbestimmung usw. 
Es gibt viel Spielraum für rechtliche Probleme.


403, 2024

Du weißt, dass das eine lächerliche Anfrage ist, oder?


501-2, 2024

Wir haben ein Baby.


502, 2024

Ich bin ein bisschen schüchtern.

Eigentlich eher introvertiert.


504, 2024

Gibt es ein Haus, das die Tür geöffnet hat? 

Ich bin ein bisschen … mir fehlt der Mut … es tut mir leid. 

Es ist wirklich, weil mir der Mut fehlt …


603, 2024

Die Welt ist sehr, beängstigend. 

Ich sage nicht, dass du so bist, die Welt ist einfach … 

Ja, früher haben alle einfach mit offener Tür gelebt …

702-2, 2024

Ich weiß nicht. 

Ich… oh… 

unsere Situation ist einfach schlecht.


801, 2024

Also, ich finde das ein bisschen unhöflich. 

Ja, viel Glück.


803, 2024

Ich denke nicht, dass es richtig ist, das auf diese Weise zu machen. 
Wie sind Sie hier hereingekommen? 

Wenn Sie von hier sind, sollten Sie sich ruhiger verhalten.

In welchem Gebäude und welcher Nummer wohnen Sie?


1102, 2024

Das ist deine Meinung. 
Es stößt mich ab. 

Ich bin nicht bereit, nein. 

Wir haben nicht einmal darüber gesprochen.


1103, 2024

Ich bin gerade erst eingezogen, daher ist meine Wohnung nicht aufgeräumt… 
Nein, es ist zu unordentlich…


1208, 2024

Kommen Sie unter der Woche, wenn ich allein bin. 

Mein Enkel ist heute hier.


1301-3, 2024

Das kommt überhaupt nicht infrage, weil ich Sie nicht kenne. 
Es tut mir leid, dass ich nicht helfen konnte.


1302-2, 2024

Nein, gnädige Frau.

1501, 2024

Heutzutage gibt es viele psychisch instabile Menschen, 
also … es ist ein bisschen zu beängstigend… 

Ähm… es tut mir leid, ich bin nicht bereit, die Tür zu öffnen.


1503-1, 2024

Hä? 

Nein!


1506, 2024

Wer sind Sie?


1603, 2024

Oh nein.


1901-1, 2024

Wir sind gerade zu Hause.


2301, 2024

Nein, es ist okay.


aus der Serie »Be 援 (蚴) [Soap (Be an Inconvenience / Impoliteness)]«

Das Projekt wurde unterstützt von der Gyeon-gi Cultural Foundation 


»Für mich dienen die Kunst und die Rolle der Kunstschaffenden als legitimes und strategisches Mittel, um mit anderen in Kontakt zu treten und sich mit sozialen und politischen Themen auseinanderzusetzen. Da ich glaube, dass Kunst ein Medium ist, durch das Hunderte von Fremden miteinander in Kontakt treten, sich begegnen und austauschen, erschaffe ich bewusst neue Beziehungsdynamiken und versuche, einen kritischen Blick darauf zu werfen, wie wir in der heutigen Gesellschaft mit Raum, Vertrauen und Intimität umgehen. 

Ich möchte, dass sich die Betrachter*innen meiner Arbeit vorstellen, wie sie reagieren würden, wenn ein*e Künstler*in plötzlich in ihrem Alltag im Namen der ›Kunst‹ auftauchen würde. Würden sie eine Frau in ihr Haus lassen, die plötzlich vor der Tür steht und fragt, ob sie bei ihnen duschen darf? Ich sehe in diesen Fragen eine Möglichkeit für moderne Menschen, über ihre eigenen Grenzen nachzudenken, wenn es um ›Kunst‹ und ›Beziehungen‹ geht. Noch interessanter wäre es, wenn sie auch darüber nachdenken würden, warum diese Frau so eine starke Sehnsucht nach Anschluss hat.

Ich glaube, dass Zugehörigkeit einerseits fluide und immer ein Objekt der Begierde ist, andererseits aber auch ein Gefühl der Beständigkeit mit sich bringt, das bedrückend sein kann. Sie entsteht in einem Raum, in dem Zuhören und Schweigen nebeneinander existieren, und ich glaube, dass Menschen ihr ganzes Leben lang nach diesem Gleichgewicht suchen. Vor allem Beziehungen sind ein entscheidender Faktor für die Qualität des eigenen Zugehörigkeitsgefühls.«

Ausstellung

GEN Z: SHAPING A NEW GAZE

Laufzeit: 09.05.2026–30.08.2026


Eine Generation, unzählige Perspek­tiven: Die Aus­stellung präsentiert Werke von über 40 Foto­graf*innen aus 25 Ländern, die über­wiegend der Genera­tion Z ange­hören und zwischen 1995 und 2010 geboren sind. Ihre Arbeiten erzählen von den Erfahrungen einer Generation, geprägt von digitalen Welten, gesell­schaft­lichen Umbrüchen und globalen Krisen. In vier Themen­bereichen eröffnet die Aus­stellung Einblicke in die Lebens­reali­täten, Sorgen und Sehnsüchte junger Menschen. Aspekte wie Identi­tät, Zuge­hörig­keit, Körper und Gender werden kreativ reflek­tiert, hinter­fragt und in neue Selbst­verständ­nisse überführt.

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