Ausgestellte Werke:
Soviet Playground in Dnipro, 2021
Visiting Aunt in Crimea, 2023
In the Black Sea with Auntie and Mom, 2024
aus der Serie »Sunshine, How Are You?«
»Auf der Grundlage meiner Erfahrungen, die ich beim Aufwachsen in der Ostukraine gemacht habe, erforsche ich in meiner Arbeit die persönlichen und sozialen Komplexitäten, die die post-sowjetische Generation geerbt hat. Ich beschäftige mich mit den langfristigen Auswirkungen des generationenübergreifenden Traumas und des russischen Imperialismus auf die individuelle und kollektive Identität und untersuche ihren anhaltenden Einfluss auf die zeitgenössischen soziokulturellen Strukturen Osteuropas.
Meine künstlerische Praxis ist geleitet von dem Bedürfnis, meine eigene – persönliche und kollektive – Geschichte zu verarbeiten und zu verstehen. Ich bin seit jeher von Überbleibseln der sowjetischen Vergangenheit und ihren stillen Traumata umgeben. Mich inspiriert die Beziehung von Nostalgie und Desillusionierung, von Erinnerung und Vergessen. Ich ziehe viel Motivation auch aus der digitalen Kultur – daraus, wie Bilder zirkulieren, sich verändern und unsere Wahrnehmung der Realität formen. Diese verschiedenen Ebenen veranlassen mich zu erforschen, wie visuelle Sprache Raum für Mehrdeutigkeit, Verletzbarkeit und Widerstand bieten kann.
Mein Ziel ist es, Bilder zu schaffen, die nachwirken – die das Publikum anregen, sich zu fragen, was in Erinnerung bleibt, was vergessen wird und wie beides durch Geschichte, Gedächtnis und Technologie geprägt wird. Gerade in einer Zeit, in der sogar Erinnerungen durch KI simuliert werden können und die Grenzen zwischen Fakt und Fälschung verschwimmen, erscheint mir das besonders wichtig und vorausschauend. Durch meine Arbeit möchte ich ein differenzierteres Verständnis der ukrainischen Kultur vermitteln, eines, das über die Narrative von Krieg und Leid hinausgeht.«