Farren van Wyk

*1993 NL/ZA, lebt in Kapstadt (Südafrika) und Gelderland (Niederlande)

Ausgestellte Werke:

Alexander’s Ring, 2024 

The Whole Picture, 2021 

Home, 2021 

Craniometry, 2024 

Boycott Outspan Blood Orange, 2024 

Anthropological Four, 2021 

Alexander’s Braids, 2021 


»Meine Arbeit ist wie ein Baum. Die Wurzeln liegen in meiner Recherche, der Stamm ist das Grundkonzept, aus dem jeder Zweig erwächst. Als Person of Colour, die unter der Apartheid in Südafrika geboren wurde, wurden mir und uns rassistische Klassifizierungen aufgezwungen. Der Stamm des Baumes ist der Ort, an dem ich mir meine Rechte zurückhole und Bilder kreiere, die die Identität meiner Familie repräsentieren. Die Äste sind die vielen verschiedenen Formen, in denen wir unsere Identität ausleben. Unsere gelockten afrikanischen Haare, holländische Holzschuhe, Latzhosen und Durags sind Ausdruck unserer Identität, die vor der Kamera zum Ausdruck kommt. 

Die Vorstellung, nur eine Identität, eine Nationalität und einen Ort zu haben, den wir Heimat nennen, entspricht nicht unserer Realität. Für die einen sind wir nicht Schwarz genug, für die anderen sind wir nicht weiß genug – wir kommen aber aus beiden Welten. Wir leben in einer Grauzone und arbeiten mit all den verschiedenen Nuancen, die unsere gemischte Identität widerspiegeln. Und genau darin liegt die Magie.

Die Fotografie ist ein wesentlicher Bestandteil meiner Suche nach Möglichkeiten, mein Zugehörigkeitsgefühl sichtbar zu machen. Meine Recherchen führen mich manchmal an dunkle Orte voller Schmerz, Ungerechtigkeit und Wut. Die Fotografie hilft mir, meine Gefühle zu verarbeiten, sie zu überwinden und mich ihnen zu stellen, allein oder in der Gemeinschaft, sodass ich, wenn ich falle, zumindest weich lande.«

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