Ausstellung
GEN Z: SHAPING A NEW GAZE
Laufzeit: 09.05.2026–30.08.2026
Eine Generation, unzählige Perspektiven: Die Ausstellung präsentiert Werke von über 40 Fotograf*innen aus 25 Ländern, die überwiegend der Generation Z angehören und zwischen 1995 und 2010 geboren sind. Ihre Arbeiten erzählen von den Erfahrungen einer Generation, geprägt von digitalen Welten, gesellschaftlichen Umbrüchen und globalen Krisen. In vier Themenbereichen eröffnet die Ausstellung Einblicke in die Lebensrealitäten, Sorgen und Sehnsüchte junger Menschen. Aspekte wie Identität, Zugehörigkeit, Körper und Gender werden kreativ reflektiert, hinterfragt und in neue Selbstverständnisse überführt.
Ausgestellte Werke:
Das Badezimmer, 2021
Victory, 2021
Der Stammbaum, 2021
aus der Serie »Unsere Puppenstube«
»Als Tochter deutscher Einwander*innen in die USA nutze ich diese Erfahrungen für meine Arbeit. Ich untersuche die psychologische Wirkung sozialer Stigmatisierungen, Postmemory und die Art und Weise, wie Traumata über Generationen hinweg weitergegeben werden – nicht nur über Archive, sondern auch im Körper selbst.
Unsere Puppenstube reflektiert die Komplexität von Identität und Zugehörigkeit, insbesondere für Menschen mit multiplen Lebensgeschichten.
Meine Schwester und ich nutzen das Puppenhaus, ein Familienerbstück, als Symbol für ihren berechtigten Platz im generationsübergreifenden Gedächtnis unserer Familie, ungeachtet aller äußeren Herausforderungen. Die Serie beschäftigt sich mit den Themen Adoption, Zuschreibung von Herkunft und emotionaler Bindung und lädt das Publikum dazu ein, darüber nachzudenken, wie wir mit den Labeln umgehen, die wir den Beziehungen und Identitäten im sozialen Kontext zuweisen. Für mich bedeutet Zugehörigkeit, mich sicher genug zu fühlen, herauszufinden, was mir Freude bereitet und was meine Neugierde weckt. Es ist die Freiheit, die eigenen Gefühle auszudrücken und Menschen, um mich zu haben, die mich wirklich sehen und verstehen. Zugehörigkeit bedeutet, als Ganzes akzeptiert zu werden, ohne Bewertung, ohne Bedingungen.
Mit meiner Fotografie erforsche ich das Selbst und die Identität. Ich zeige die Komplexität von Menschen mit – kulturell oder anderweitig –zersplitterten Identitäten und die Art und Weise, wie sie ihre Zugehörigkeit in den Zwischenräumen finden. Meine Fotografie ist für mich der Raum, in dem ich mich zu Hause fühle, der Ort, an den ich mich begebe, wenn ich mich von der Realität abgekapselt fühle. Die Fotografie erdet mich, hilft mir, mich nicht zu entfremden, und verbindet mich wieder mit mir selbst und meinen Mitmenschen.«