Francesca Hummler

*1997 (US/DE), lebt in London (UK) und San Diego (USA)

Ausstellung

GEN Z: SHAPING A NEW GAZE

Laufzeit: 09.05.2026–30.08.2026


Eine Generation, unzählige Perspek­tiven: Die Aus­stellung präsentiert Werke von über 40 Foto­graf*innen aus 25 Ländern, die über­wiegend der Genera­tion Z ange­hören und zwischen 1995 und 2010 geboren sind. Ihre Arbeiten erzählen von den Erfahrungen einer Generation, geprägt von digitalen Welten, gesell­schaft­lichen Umbrüchen und globalen Krisen. In vier Themen­bereichen eröffnet die Aus­stellung Einblicke in die Lebens­reali­täten, Sorgen und Sehnsüchte junger Menschen. Aspekte wie Identi­tät, Zuge­hörig­keit, Körper und Gender werden kreativ reflek­tiert, hinter­fragt und in neue Selbst­verständ­nisse überführt.

Ausgestellte Werke:


Das Badezimmer, 2021

Victory, 2021

Der Stammbaum, 2021

aus der Serie »Unsere Puppenstube«


»Als Tochter deutscher Einwander*innen in die USA nutze ich diese Erfahrungen für meine Arbeit. Ich untersuche die psychologische Wirkung sozialer Stigmatisierungen, Postmemory und die Art und Weise, wie Traumata über Generationen hinweg weitergegeben werden – nicht nur über Archive, sondern auch im Körper selbst.

Unsere Puppenstube reflektiert die Komplexität von Identität und Zugehörigkeit, insbesondere für Menschen mit multiplen Lebensgeschichten.

Meine Schwester und ich nutzen das Puppenhaus, ein Familienerbstück, als Symbol für ihren berechtigten Platz im generationsübergreifenden Gedächtnis unserer Familie, ungeachtet aller äußeren Herausforderungen. Die Serie beschäftigt sich mit den Themen Adoption, Zuschreibung von Herkunft und emotionaler Bindung und lädt das Publikum dazu ein, darüber nachzudenken, wie wir mit den Labeln umgehen, die wir den Beziehungen und Identitäten im sozialen Kontext zuweisen. Für mich bedeutet Zugehörigkeit, mich sicher genug zu fühlen, herauszufinden, was mir Freude bereitet und was meine Neugierde weckt. Es ist die Freiheit, die eigenen Gefühle auszudrücken und Menschen, um mich zu haben, die mich wirklich sehen und verstehen. Zugehörigkeit bedeutet, als Ganzes akzeptiert zu werden, ohne Bewertung, ohne Bedingungen.

Mit meiner Fotografie erforsche ich das Selbst und die Identität. Ich zeige die Komplexität von Menschen mit – kulturell oder anderweitig –zersplitterten Identitäten und die Art und Weise, wie sie ihre Zugehörigkeit in den Zwischenräumen finden. Meine Fotografie ist für mich der Raum, in dem ich mich zu Hause fühle, der Ort, an den ich mich begebe, wenn ich mich von der Realität abgekapselt fühle. Die Fotografie erdet mich, hilft mir, mich nicht zu entfremden, und verbindet mich wieder mit mir selbst und meinen Mitmenschen.«

    Die Ausstellung »Gen Z: Shaping a New Gaze« wurde organisiert und produziert von Photo Elysée und unterstützt vom Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main, Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia, und Caparol.

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