Olympus Stipendium

RECOMMENDED OLYMPUS FELLOWSHIP 2019/2020

Mika Sperling, Tobias Kruse und Karla Hiraldo Voleau

recommended, das Stipendium für herausragende künstlerische Fotografie, geht in die nächste Runde. 


Mika Sperling wird ab sofort ein Jahr lang von FFF-Kuratorin Celina Lunsford bei der Erarbeitung und Umsetzung eines künstlerischen Projekts begleitet. Die Fotokünstlerin aus Hamburg bildet gemeinsam mit Karla Hiraldo Voleau und Tobias Kruse den zweiten Jahrgang von recommended. 2017 hat das Unternehmen Olympus das einzigartige Stipendium gemeinsam mit dem Fotografie Forum Frankfurt (FFF), dem Haus der Photographie/Deichtorhallen Hamburg und dem Foam Fotografiemuseum Amsterdam ins Leben gerufen. Vergeben wird es im Turnus von zwei Jahren. Drei vielversprechende Fotografinnen bzw. Fotografen erhalten jeweils eine finanzielle Unterstützung von 10.000 € für ein Fotografie-Projekt und dazu ein Jahr lang ein Coaching von einer Kuratorin oder einem Kurator der beteiligten Häuser.


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Mika Sperling, geboren 1990 in Norilsk, Sibirien, aufgewachsen ab ihrem ersten Lebensjahr in Deutschland, lebt und arbeitet in Hamburg. Sie studierte Kommunikations-Design (Abschluss Diplom) an der Hochschule Darmstadt und machte anschließend einen Master of Fine Arts am San Francisco Art Institute. Die Fotografiekünstlerin arbeitet biografisch: Am Beispiel ihrer eigenen Lebensgeschichte und Erfahrung beschäftigt sie sich mit Multikulturalität, Identität und dem Lebensort; sie untersucht die Wirkung von Herkunft auf die Entwicklung von Persönlichkeit und auf die Beziehungen innerhalb einer Familie. Im Mittelpunkt ihres für recommended geplanten Projektes stehen ihre aus Vietnam stammende Schwiegermutter, sie selbst als achtes Kind einer Familie Russlanddeutscher mit mennonitischen Wurzeln sowie ihre in den USA geborene, dreisprachig aufwachsende kleine Tochter.


“Bei der Wahl der Künstlerin Mika Sperling waren wir fasziniert von den intensiven poetischen Aspekten ihrer visuellen Sprache“, begründet Celina Lunsford, künstlerische Leiterin und Kuratorin des Fotografie Forum Frankfurt, die Entscheidung der Jury. „Das recommended-Stipendium gibt ihr die Möglichkeit, den autobiografischen Ansatz ihrer Arbeit weiter zu vertiefen – und sich mit den komplexen Zusammenhängen ihrer eigenen Herkunft, ihrer multiethnischen Familie und mit Rollenfragen als junge Mutter künstlerisch zu befassen.“


Die beiden weiteren Stipendiaten des neuen recommended-Jahrgangs sind Karla Hiraldo Voleau (*1992, Dominikanische Republik) und Tobias Kruse (*1979, Deutschland). Wie Mika Sperling arbeiten beide persönlich-dokumentarisch. Karla Hiraldo Voleaus Arbeiten handeln von Identität, Verwundbarkeit, Liebe und Geschlechterrollen in der Beziehung zwischen Mann und Frau; betreut wird sie von Kim Knoppers, Kuratorin am Foam Fotografiemuseum Amsterdam. Im Mittelpunkt von Tobias Kruses Arbeit steht eine Giftmülldeponie nahe seinem Heimatort in Mecklenburg-Vorpommern; betreut wird er von Ingo Taubhorn, Kurator am Haus der Photographie/Deichtorhallen Hamburg. Ausgewählt wurde der zweite recommended-Jahrgang von einer dreiköpfigen Jury mit Celina Lunsford, Ingo Taubhorn und Marcel Feil, Artistic Director des Foam.


In den kommenden Monaten erarbeiten alle drei Stipendiaten ein fotografisches Projekt; dabei werden sie von den Kuratoren mit Workshops und Einzeltreffen begleitet. Im Januar 2020 stellen sie dann die Ergebnisse in den Häusern vor. Anschließend sind drei Ausstellungen geplant; im FFF werden die neuen recommended Arbeiten vom 01.08.–20.09.2020 zu sehen sein; zuvor zeigt das Haus der Photographie/Deichtorhallen Hamburg die Arbeiten vom 21.03.–14.06.2020, das Foam Fotografiemuseum Amsterdam danach vom 23.10.2020–17.01.2021.


Ziel des Stipendiums und der vier Partner ist die Förderung der zeitgenössischen Fotografie im künstlerischen Bereich. Die Fotografinnen und Fotografen erhalten eine wirksame Unterstützung an einem entscheidenden Punkt ihrer Karriere. „Wir freuen uns, dass unser FFF-Hauptsponsor Olympus mit recommended eine weitere Gelegenheit geschaffen hat, mit der wir unsere Expertise in Sachen Fotografie auch an exzellente Talente weitergeben können“, sagt Celina Lunsford.


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